Die 24-seitige Broschüre "Die kommunale Familie - Gemeinden, Städte, Landkreise in Hessen" wurde im November 2011 von den kommunalen Spitzenverbänden in Hessen herausgegeben. Auf Bitte der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung habe ich den Versuch unternommen, in verständlicher Sprache eine Einführung zu geben in die Struktur der kommunalen Ebene und in die kommunale Demokratie. Die Broschüre wendet sich insbesondere an junge Menschen sowie an alle Leute, die z. B. inspiriert durch Schlagworte wie "Förderung der freiwilligen Fusion", "Regionalkreis" oder "Stuttgart 21" einen Einstieg in dieses Thema finden wollen.
Die Atmosphäre in der kommunalen Familie ist zur Zeit gerade im Hinblick auf die "knappe" Kasse recht angespannt und daher war es nicht einfach einen Textvorschlag zu entwerfen, in dem jeder der drei kommunalen Spitzenverbände sich und seine Mitglieder zutreffend dargestellt und hinreichend gewürdigt sieht. Ich musste daher in der Endredaktion den ein oder anderen Kompromiss eingehen, in aller Regel jedoch nur in redaktioneller Hinsicht. Im Ergebnis bin ich mit der Broschüre daher durchaus zufrieden und fühle mich diesbezüglich auch durch das bisherige Leser-Echo bestätigt.
Allerdings musste ich an meinem Manuskript 3 inhaltliche Änderungen akzeptieren, die mich schmerzen und die ich meinen Leserinnen und Lesern an dieser Stelle offenbaren möchte:
Zur Illustration des Begriffes der „gemeindlichen Selbstverwaltung“ hatte ich auf S. 2 ein Zitat von Theodor Heuss vorgesehen. Der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland sprach in diesem Zusammenhang von der „Pflege des Überschaubaren“.
Auf S. 15 hätte ich es der Erwähnung wert gehalten, dass der HStT sich letztendlich um die Interessen der Hälfte der hessischen Bevölkerung kümmert, auch wenn er wesentlich weniger Mitgliedskommunen hat als der HSGB.
An dieser Stelle sollte auch zu lesen sein, dass der Gedanke an eine Fusion der beiden Gemeinde-Spitzenverbände in der Vergangenheit durchaus - zumindest beim Hessischen Städtetag - bisweilen zur Sprache kam, ohne allerdings jemals in eine konkrete Planung zu münden. Der letzte Satz auf S. 14, der bewusst hierzu einen Kontrapunkt setzt ("Dreiteilung erforderlich"), ist der einzige Satz in der Broschüre, der nicht von mir stammt.
Die Broschüre ist kostenlos bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Hessischen Städte- und Gemeindebund, dem Hessischen Städtetag und dem Hessischen Landkreistag erhältich.
© Ulrich Dressler, 10.12.2011